In den islamischen Gebieten ist der Khimar ein traditionelles Kleidungsstück für jede Frau, welches den Kopf mit Ausnahme des Gesichtes bedeckt. Der heutige Khimar ist in verschiedenen Längenausführungen bekannt: Kurz = Schulter und Arme bedeckend; Mittel = bis über die Hüfte reichend/ Knielang; Lang = bis an die Fußknöchel reichend/ Bodenlang.

Der arabische Name für den Khimar lautet Hidschab – die wörtliche Übersetzung dieses Kleidungsstückes bedeutet „Vorhang“. Nach den Lehren des Koran ist der Khimar in seiner eigentlichen Bedeutung ein Schutz der um Hilfe suchenden Gläubigen während der Ansprache Gottes (um beiderlei Herzen rein zu halten). Muslimische Frauen tragen den Khimar sobald sie ihr eigenes Heim verlassen – nur den Männern der eigenen Familie darf sie sich ohne diese Bedeckung zeigen, gleichzeitig bietet der Khimar damit einen Schutz vor neugierigen Blicken in der Öffentlichkeit.

Durch das sich wandelnde Rollenverständnis – und bedingt als Folge der Verbreitung der Anhänger der Lehre des Islam über die Staatengemeinschaft aller Kontinente – haben sich auch die Designer verschiedener Nationen mit diesem typischen Kleidungsstück auseinander gesetzt. So findet die muslimische Frau heute Kombinationen dieses traditionellen Kleidungsstückes für verschiedene Sportarten ebenso wie für den Gebetsgang. Der Teilnahme an internationalen sportlichen Wettbewerben steht somit auch den Frauen islamischen Glaubens nichts mehr entgegen.