Die Bezeichnung Hidschab wird für die Verhüllung islamischer Frauen benutzt. Er wird nur von den Frauen getragen, wenn Männer nicht ihre Mahram Verwandten sind. Unter der Bezeichnung Verhüllung werden neben dem Kopftuch mehrere Bekleidungsstücke als Hidschab benannt. Vorgesehen ist dabei die Bedeckung aller Körperteile, sowohl Arme und Hals. Das Gesicht bleibt offen. Diese Bekleidung hat sich aus der im Islam speziell definierten Form für den Schambereich entwickelt.

Die Hidschab stellt zunächst für eine Muslima, welche den Islam lebt, eine Bekleidungsform dar, die in erster Linie religiösen Gründen nachkommt. Sie erlangt damit Gottes Wohlwollen. Die Kleiderordnung unterliegt somit den traditionellen und religiösen Vorschriften des Korans und bezieht sich auf die Vorbildwirkung Fatimas.

Mit dem Hidschab sind zahlreiche Vorzüge verbunden. Da der Hidschab den kompletten Körper locker bedeckt, erfüllt er die optimale Kleidungsfunktion. Weiterhin trägt der Hidschab durch seine farblich schlichte Gestaltung zu einem weniger Aufmerksamkeit erregenden Auftreten bei. Damit erfüllt die Trägerin die Sitten und kulturellen Vorgaben.
Durch die lose und sehr weite Fertigung der Hidschab werden Körperkonturen nicht abgezeichnet. Dies soll dazu dienen, dass die Muslima nicht nur auf Grund ihrer äußeren Reize als Persönlichkeit anerkannt wird. Ihre Weiblichkeit wird durch den Hidschab nicht in den Vordergrund gestellt.

Der Hidschab gilt gleichzeitig als Reiz, alles das zu erkennen, was die dunklen Wolken verhüllen. Dies gilt auch für die Sonne, nach der sich die Menschen sehnen, wenn sich dunkle Wolken vor sie schieben.